Tuchpolierscheiben
Tuchpolierscheiben (Polierringe) sind für das Erreichen höchster Glanzgrade auf Metalloberflächen konzipiert, insbesondere auf Edelstahl, Aluminium und Buntmetallen. Unser Sortiment umfasst professionelle Systeme von PFERD und Rhodius, die den gesamten Prozess vom groben Vorpolieren bis zum finalen Abglänzen (Mirror Finish) abdecken. Dank ihrer hohen Flexibilität passen sich diese Scheiben perfekt den Werkstückkonturen an, ohne das Material thermisch zu überlasten.
- Mehrstufiges System: Breite Materialauswahl – vom aggressiven Sisalgewebe bis hin zum feinsten Flanell.
- Hohe Pastenaufnahme: Die Konstruktion der Tuchringe gewährleistet eine gleichmäßige Verteilung der Polierpaste auf der Oberfläche.
- Universeller Einsatz: Kompatibel mit Spanndornen für Bohrmaschinen, Geradschleifer und Winkelschleifer mit Drehzahlregulierung.
Produktsortierung
Liste der Produkte
Technischer Leitfaden: Welches Werkzeug für welchen Prozessschritt?
Um eine perfekte Spiegeloberfläche zu erzielen, ist die Wahl der richtigen Tuchqualität in Abhängigkeit von der verwendeten Polierpaste entscheidend. Gemäß den technischen Spezifikationen von PFERD und Rhodius unterscheiden wir folgende Kategorien:
1. Sisalgewebe (ST) – Grobes Vorpolieren
Die aggressivste Art der Tuchscheibe. Wird in Kombination mit Schleifpasten eingesetzt, um Schleifspuren vorangegangener Arbeitsschritte zu entfernen. Dies ist der essenzielle erste Schritt vor dem eigentlichen Hochglanzpolieren.
2. Hartes Tuch (TH) und Weiches Tuch (TW) – Glanzpolieren
Hartes Baumwolltuch (TH) ist ideal für das Vorpolieren glatter Oberflächen. Weiches Baumwolltuch (TW) ist das universelle Werkzeug für das Erreichen von Hochglanz auf Edelstahl und Buntmetallen. Diese Scheiben bilden das Herzstück des Polierprozesses.
3. Flanell (FL) – Hochglanz und Abglänzen
Das weichste Material für das finale „Herausholen“ des Spiegeleffekts und das Entfernen von Pastenresten. Wird mit feinsten Hochglanzpasten verwendet, um eine absolute optische Reinheit der Oberfläche zu garantieren.
Anwendungstabelle und Drehzahlempfehlungen:
| Durchmesser (D) | Optimale RPM | Max. zulässige RPM |
|---|---|---|
| 80 – 100 mm | 1.900 – 2.500 | 6.100 – 7.500 |
| 150 mm | 1.250 | 4.000 |
| 200 mm | 950 | 3.000 |
Meinung der ABSE-Technik: Der häufigste Fehler bei Tuchscheiben ist der Versuch, den Prozess durch erhöhten Anpressdruck zu beschleunigen. Beim Polieren mit Tuch muss die Paste arbeiten, nicht die Kraft. Zu hoher Druck führt zum Verfilzen der Fasern, Überhitzung der Paste und zur Bildung von „Hologrammen“. Für perfekte Ergebnisse empfehlen wir die Rhodius POL-Sets, die optimal abgestimmte Komponenten enthalten.
Prozessempfehlungen für den Fachanwender:
- Aufspannung: Erfordert geeignete Spanndorne (z. B. Rhodius ESD-Dorn oder PFERD BO-Dorne). Achten Sie auf eine perfekte Zentrierung der Scheibe.
- Prozesshygiene: Verwenden Sie niemals eine Scheibe für zwei verschiedene Pasten. Selbst mikroskopische Reste grober Pasten im feinen Flanell zerstören den finalen Spiegeleffekt.
- Winkelschleifer: Verwenden Sie diese Scheiben ausschließlich auf Maschinen mit variabler Drehzahlregulierung. Standardmäßige 11.000 RPM zerstören die Scheibe sofort.



